k42 Medienhaus am See

Saal in Gestalt eines Bodenseekiesels

Ein Mosaik aus 124 Unikaten

Die Architekten Braunger & Wörtz planten 2005 den Umbau eines leerstehenden Gebäudes zum neuen Medienhaus am See an der Bodensee-Uferpromenade. Es sollte ein Veranstaltungssaal entstehen, der einen Kontrast zu den exakten Linien des Gebäudes bildet. Modell dafür stand ein unförmiger Bodenseekiesel: Der sogenannte Kiesel sollte eine Außenhülle bekommen, die sowohl durch ihre Form als auch ihr Material an das natürliche Vorbild erinnert. Deshalb fiel die Wahl auf schwarz durchgefärbte Glasfaserbeton-Schalen auf einer Unterkonstruktion aus Holz und Stahl.

Das Gebäude wurde zunächst im Maßstab 1:1 aus Styroporblöcken nachgebaut, um die insgesamt 124 Glasfaserbeton-Schalen im Außen- wie Innenbereich exakt einzumessen – unter anderem mithilfe eines 3D-Scanners. In der Manufaktur von Concrete Rudolph wurden die Schalen schließlich gefertigt: Jede einzelne ein Unikat in Form und Abmessung. Die letzte der Glasfaserbetonschalen wurde im Februar 2007 montiert und seitdem ist der Kiesel ein absoluter Blickfang am Hafen. Heute befindet sich in seinem Inneren eine gut ausgestattete Studio-Bühne mit Platz für 100 Zuschauer.

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