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Referenzen

Projektbeispiele zur Inspiration

〉  Wohnbau

Wechselspiel

von Ein- und Ausblicken

Bei diesem, schon im Umfang beeindruckenden Projekt, liefer ten wir 500 m2 Green Code Thermowand (U-Wert 0,15 W(m²K)), bei einer Wandstärke von 45 cm, 600 m² Doppelwand und 1.200m² Elementdecke. Einzelne Wandelemente die als Sichtschutz eingesetzt werden, besitzen graf isch anmutende Durchbrüche und Durchblicke. Sie brechen mit der massiven Strenge der kubischen Formen und vermitteln dem Nutzer trotzdem weiter ein Gefühl der Privatheit. Ein besonderes, sehr mondän und luxuriöses Haus, das in Nähe des alten Rheinufers errichtet wurde. Durch diesen Standort war es notwendig, das Untergeschoss als »Weisse Wanne« auszuführen.

Green Code Thermowand: 500 m² | 45 cm stark | U-Wert 0,15
Doppelwand: 600 m²
Elementdecke: 1.200 m²


atelier loher gmbh
Architektur und Fotografie
Hauptstrasse 35
CH-9436 Balgach
www.atelierloher.com
Joshua Loher

„Das zentrale Anliegen bei diesem Wohnhaus mit Gästehaus war die gestalterische Umsetzung des Themas Elementbau in Beton. Das Gebäude wurde dabei vom ersten Gedanken an in Elementen gedacht, um eine konsequente und stimmige Architektur zu erreichen. Die zwei wichtigsten Entwurfselemente sind die Platte und die Fuge. Das ganze Gebäude ist aus horizontal und vertikal angeordneten Platten entwickelt worden. Die vertikalen Platten wurden dabei mit so großem Fugenabstand zueinander angeordnet, dass sich die Fugen zu Öffnungen erweiterten, die mit Glas gefüllt wurden. Zur Anwendung kamen zwei Plattentypen. Unverletzte ganze Platten und Geschlitzte für Außenbereiche, wo Sichtschutz und trotzdem Lichteinfall gewünscht wurde. Durch Reduktion der Gestaltungselemente bekommt das Haus eine großzügige Eleganz und die Betonelemente eine selbstverständliche Präsenz.“
(Joshua Loher)

〉  Fotos: F. Nonnenbroich

Attika, Brüstung, Jalousien

Was sich alles hinter der Fassade verbirgt

Die Fassade eines Gebäudes gleicht einem Mosaik: Sämtliche Elemente der Gebäudehülle fügen sich zu einem Gesamtbild und müssen perfekt aufeinander abgestimmt werden. Dieser Grad an Präzision ist bei der Betonage vor Ort schwer zu erreichen – hier haben Fertigteile Heimspiel.

Die Innen- und Außenschalen der Thermowände werden auf geschliffenen Schalungspaletten gefertigt. Durch mehrfache Verdichtung und frei von Witterungseinflüssen entstehen dort glatte, nahezu porenfreie Betonoberflächen: die Grundlage für schönsten Sichtbeton.

Nach Südwesten öffnet sich das Gebäude mit großzügiger Verglasung. Zwei Schiebeelemente schaffen im Erdgeschoss eine 5 Meter breite Öffnung und erweitern den Wohnraum übergangslos auf die Terrasse.

Darüber ist der Baukörper mit großflächigen Brüstungs- und Attika­­­­­elementen gegliedert. Seine Attika wird durch eine verlängerte Außen­schale der Thermowand gebildet. Brüstungen sind nicht auf die ­Elementdecken aufgesetzt, sondern vorgesetzt und über Anker im Ortbeton der Decke befestigt.

In die Fensterstürze sind Jalousiekästen integriert – verdeckt hinter der Außenschale. Damit hier kein Schwachpunkt in der Dämmung entsteht, sind dünne Lagen hocheffektiver Dämm-Materialien eingearbeitet. Eine von vielen ausgereiften Detaillösungen aus der Entwicklung von Concrete Rudolph.

Green Code Thermowand: 200 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,17 – 0,23
Rudolph Doppelwand | Massivwand: 250 m²
Rudolph Elementdecke: 450 m²


Grund Architekten GbR
85622 Weißenfeld
www.grundarchitekten.de
Carolin Jakob-Grund
Alexander Grund

„Der L-förmige Baukörper besteht aus einem zweigeschossigen Wohnbau und ­einem eingeschossigen Bürotrakt. Das Projekt wurde in Betonfertigteilen mit Thermokern ausgeführt, da diese Bauweise eine relativ kostengünstige Möglichkeit bietet, um ­innen und außen Sichtbeton-Optik zu erzielen. Außerdem ergibt sich gegenüber konventionellen Mauerwerksbauten ein zeitlicher Vorteil im Bauablauf. Die Treppe wurde ebenfalls aus Betonfertigteilen gefertigt und ist als gestalterisches Element in den Wohnraum integriert. Der natürliche Eichenboden, Lärchenholzfenster und lärchenholz­verschalte Elemente in der Außenhülle schaffen einen warmen Kontrast zu den Decken und Wänden in Sichtbeton-Optik.“

(Carolin Jakob-Grund und Alexander Grund)

〉  Fotos: Grund Architekten | Fotograf: Michael Krawczyk

Funktion und Ästhetik pur

Hier wird Beton zelebriert!

Beton ist in diesem Einfamilienhaus nicht nur der Werkstoff für tragende Bauteile: Die Fertigteil-Elemente werden auch kreativ für die Innenausstattung eingesetzt.

Im Eingangsbereich befindet sich die Garderobe in einem Betonschrank mit Schiebetür aus Milchglas. Küche und Essbereich sind durch einen Raumteiler vom Wohnzimmer getrennt – eine Kombination aus Fertigteil und Trockenbaukonstruktion in Sichtbeton-Optik. Dieses Element wird durch den eingearbeiteten Kamin und eine Nische für Feuerholz in Szene gesetzt. Betonsitzbänke im Innenbereich setzen sich auf der Terrasse fort, wodurch die beiden Bereiche optisch miteinander verbunden werden. Und auch die Treppe besteht aus dem vielseitigen Werkstoff, hier in Kombination mit Holz.

Das Obergeschoss kragt aus und überdacht den Sitzbereich der Terrasse. Zur Stabilisierung dieser Konstruktion ist die Armierung im darunterliegenden Baukörper verankert. Da die Scheibenwirkung der Wände im Bereich der Auskragung durch Fensteröffnungen beeinträchtigt ist, sind verstärkende Überzüge eingearbeitet. Der Baukörper ist vollständig mit Green Code Elementen ausgeführt. Neben kern­gedämmten Thermowänden für die Gebäudehülle sind auch maßgeschneiderte Klima­decken verbaut. Darin werden bei der Vorfertigung Rohrregister integriert, ­Lüftung und Elektrik vorbereitet sowie Details eingearbeitet – in diesem Fall Einbauspots und LED-Lichtleisten, die bündig mit der Decke abschließen.

Die Rohrregister in der Decke werden sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen verwendet. Im Heizbetrieb fließt warmes Wasser hindurch, nur wenige Grad über der Raumtemperatur. Diese Wärme verteilt sich in Form von Wärmestrahlungs­wellen gleichmäßig in jeden Winkel des Raumes. Dabei wird nicht die Luft erwärmt, sondern direkt Boden, Wände, Fenster und Möbel: Die Luft gerät nicht ins Zirkulieren und wirbelt ­keinen Staub auf. Im Kühlbetrieb fließt kaltes Wasser durch die Rohrregister. Wärmestrahlung aus dem Raum und die aufgestiegene warme Luft erwärmen die Decke. Das zirkulierende ­Wasser führt die Wärme ab und kühlt den Raum.

Green Code Thermowand: 250 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,17
Doppelwand: 550 m²
Green Code Klimadecke: 500 m²


Neutard Schneider Architekten
Partnerschaft Mbb
81543 München
www.neutardschneider.com
Babette Schneider | Philipp Neutard

„Das obere Geschoss springt teilweise zurück und schafft Platz für eine geräumige Dachterrasse. Auf der Südseite kragt das Obergeschoss weit aus und überdacht die Terrasse für den Wohnbereich im Erdgeschoss. Die sehr großen Fertigteile schaffen ruhige, helle Flächen. Durch schmale vertikale Fugen und die betont breite horizontale Fuge zwischen den Etagen wirkt das Gebäude flach und gestreckt. Die tragenden Innen- und Außenwände sind in Sichtbeton belassen. Als warmer Kontrast dazu bestehen die inneren Fensterrahmen und Dielen aus massiver Eiche.“
(Babette Schneider und Philipp Neutard)

〉  Fotos: Erik Dreyer Photography, München | Porträtfoto: Wolfgang Pulfer

Urbaner Geschosswohnungsbau

Mit individueller Freiheit in Aufteilung und Gestaltung

Das Gebäude ist speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern ausgerichtet und bietet statt gedrängter Fahrradständer eine Tiefgarage mit großzügigen Stellplätzen. In 13 Wohnungen leben hier Münchner aus 6 Nationen, mit 16 Kindern, 50 Fahr­rädern und 0 Autos. So individuell wie die Bewohner sind auch deren Wünsche. Um dem gerecht zu werden, wurden sie bereits in den Planungsprozess einbezogen.

Innerhalb der Gebäudehülle aus Thermowänden und Elementdecken konnten die künftigen Bewohner die Raumaufteilung selbst planen und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden. Ein Blick in die fertigen Wohnungen offenbart vielfältige Wohnkonzepte und individuelle Wand- und Deckengestaltung: In Sichtbeton belassen, gestrichen oder als Leinwand für kleine Kreide-Künstler.

Erlaubt ist, was gefällt. Putz, Farbe und Holzverkleidungen eignen sich sehr gut, um einen Kontrast zum Sichtbeton zu schaffen oder um verschiedene Raumkonzepte zu realisieren. Wer sich aber auf die Beton-Optik einlässt, dem eröffnen sich noch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten: Die Oberflächen können durch Sandstrahlen aufge­raut und mattiert werden. Lasuren bringen Farbe ins Spiel. Und auch eine handwerkliche Bearbeitung der Struktur ist möglich – zum Beispiel durch Stocken, Scharrieren oder Spitzen, für rustikale Ästhetik.

Green Code Thermowand: 800 m² | 45 cm stark | U-Wert 0,22 – 0,28
Rudolph Doppelwand: 750 m²
Rudolph Elementdecke: 2.100 m²


Walter Mühlbauer + German Deller
Architekten und Stadtplaner
Arbeitsgemeinschaft | 85221 Dachau
www.germandeller.de
Projektleitung: Ruth Ludwig

„Das Grundstück wurde unter der Bedingung vergeben, Wohnen ohne Auto zu ermöglichen und einen hohen Energiestandard einzuhalten (KfW 55). Die Baugruppe bestand zu Planungsbeginn aus 5 Parteien mit dem Ziel, gemeinsam zu planen und zusammenzuleben. Da weitere Parteien hinzukommen würden, musste der Entwurf flexibel auf deren Bedürfnisse eingehen können. Innerhalb der Gebäudehülle wurde die Raumaufteilung den künftigen Bewohnern überlassen. So entstand ein individueller Wohnungsmix aus Einzimmerappartements, 2–3 Zimmerwohnungen und großen Familienwohnungen mit bis zu 6 Zimmern. Der Energiestandard wurde durch eine kerngedämmte Stahlbeton-Fertigteilkonstruktion, kontrollierte Wohnraumlüftung und Flächenheizungen erreicht.“

(German Deller)

〉  Fotos: Florian Holzherr | art & architectural documentations, Gauting

Logistik Großbaustelle

363 LKW-Ladungen vom Allgäu nach Zürich

Auf dem ehemaligen Industrieareal der Spinnerei Zwicky sollte ein eigenständiges Stadt­viertel entstehen, mit Büros, Gewerbe und jeder Menge Wohnraum. Ziel war ein gemischtes und lebendiges Viertel mit urbanem Flair, Nahversorgung und kulturellem Angebot. In Anlehnung an die bestehenden Fabrikbauten entwickelten Schneider Studer Primas Architekten drei Bautypen: schlanke Scheiben, flache Hallen und massive Blocks. Dafür wurden 9.000 m2 Thermowände angeliefert – aus dem Allgäu bis nach Zürich.

Entscheidend für den reibungslosen Bauablauf ist sorgfältige Planung. Die Logistik muss sämtliche Abläufe im Blick behalten, von der Produktion über das Zwischenlager bis hin zum Transport. Selbst die Reihenfolge auf dem Transporter muss stimmen, denn jedes Bauelement wird just-in-time angeliefert und beim Abladen direkt verlegt. Genau getaktet fuhren so 363 Sattelzüge über die schweizer Grenze.

Beim Bauprozess mit Fertigteilen geht dann alles Schlag auf Schlag: Die Elemente sind präzise zugeschnitten, fertig gedämmt und es muss weder geschalt noch verputzt werden. Die Thermowände dienen als verlorene Schalung für den Ortbeton, der sie zu einem monolithischen Bauteil verbindet. Darüber hinaus sind Öffnungen, Einbauteile sowie Details millimetergenau eingearbeitet. Abschließend wird die Haustechnik durch vorinstallierte Leitungskanäle verlegt und angeschlossen.

Das lässt sich nur erreichen, wenn die Planung der Logistik und der relevanten Gewerke in einem Punkt zusammenläuft – in diesem Fall im Planungsbüro von Concrete Rudolph. Detaillierte CAD-Pläne der Architekten bilden die Grundlage zur Elementierung. In dieser Phase werden bereits alle Beteiligten in die Planung einbezogen und Konflikte frühzeitig erkannt – nicht erst auf der Baustelle. Während der Bauphase muss letztendlich kein Gewerk mehr neu planen oder improvisieren: ­Alles ist bereits vor Produktionsbeginn bis ins Detail verzeichnet und vorbereitet.

Architekturpreis Kanton Zürich 2016:

„Der Agglomeration eilt ein schlechter Ruf voraus, und allzu oft werden die Klischees bestätigt. Dass Architektur und Städtebau eine Antwort auf ganz aktuelle Fragen der Urbanisierung ausserhalb der Kernstädte liefern können, zeigt die Überbauung Zwicky Süd auf mustergültige Weise.

Das Grundstück ist pure «Agglo»: Umgeben von mehrspurigen Autobahnzubringern und einem stark befahrenen S-Bahn-Viadukt bringt es fast nur schlechte Voraussetzungen mit sich. Gerade die mannigfachen Schwierigkeiten haben offenbar Bauherrschaft und Architekten zu Höchstleistungen angespornt. Die Jury lobt ausdrücklich die mutige architektonische Umsetzung an einem schwierigen Ort. Zwicky Süd bildet eine urbane Insel in dieser typischen Agglomerationslandschaft – und schafft trotzdem neue Vernetzungen nach innen und über das Areal hinaus.
Bezüglich Bebauungs- und ­Bewohnerdichte setzt Zwicky Süd neue Massstäbe: Die bis zu sieben Geschosse hohen Gebäude stehen nahe zusammen und bilden ein geschickt ausbalanciertes System von Aussenräumen mit ausgeprägt städtischem Charakter. Die drei unterschiedlichen Bautypen – schlanke Scheiben am Rand, «fette» Blöcke mit grossartigen Eingangshallen im Inneren sowie niedrigere, frei nutzbare Hallen – werden kreuz und quer von drei Bauträgern mit sehr verschiedenen sozialen und ökonomischen Zielen und Idealen vermietet. Die Vielfalt der angebotenen Wohnungen und Lebensmodelle übertrifft fast diejenige in der Stadt, und das an einem Ort im scheinbaren Niemandsland, an dem man es nicht erwartet hätte.“

(Quelle: www.architekturpreis.ch (14.10.2016)

Green Code Thermowand: 9.000 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,15


Schneider Studer Primas GmbH
8005 Zürich | Schweiz
www.schneiderstuderprimas.ch

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang

〉  Industriebau

Arbeiten und Wohnen unter einem Dach

Unterschiedliche Dämmung bei gleicher Wandstärke

Der Baukörper erzielt seine industrielle Ästhetik durch eine Sichtbeton-Fassade mit einheitlichen Elementgrößen. Die klare, symmetrische Gliederung ist mit zusätzlichen Scheinfugen umgesetzt. In den unteren beiden Geschossen befindet sich der Arbeitsbereich mit Lagerflächen – darüber sind die Wohnungen der Betriebsleiter. Diese beiden Nutzungsbereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an die Dämmung der Gebäudehülle. Um Wandstärke und Fugenbild trotzdem einheitlich zu gestalten, kamen verschieden gedämmte Thermowände zum Einsatz.

Bei der Thermowand liegt die Dämmung zwischen zwei Betonschalen – geschützt vor Feuer, Verwitterung und mechanischer Beschädigung. Dieser Wandaufbau ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Dämm-Materialien und Dämmschichtdicken, ohne die Gesamtstärke der Wand zu verändern. Im zweiten Obergeschoss der Softlife ­Media erfüllt Phenolharzschaum die hohen Anforderungen an den Wohnbereich (U-Wert 0,19). Der Arbeitsbereich in den unteren Geschossen ist mit günstigerem  expandiertem ­Polystyrol (EPS) gedämmt. Im Sockelbereich wird extrudiertes Polystyrol (XPS) eingesetzt, um Feuchtigkeit abzuhalten. Alles im Rahmen einer einheitlichen Wandstärke von 40 cm.

Diese Flexibilität beim Dämm-Material hat einen weiteren Vorteil für den  Brandschutz: Feuerfeste Mineralwolle kann gezielt im Bereich der Wandöffnungen eingesetzt werden. So macht sich die etwas geringere Dämmleistung des Werkstoffs kaum bemerkbar und die Wand ist im Brandfall von allen Seiten geschützt.

Green Code Thermowand: 450 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,19 – 0,28
Rudolph Elementdecke: 830 m²


KFK Architekten
Keil, Friedrich, Kinberger Part mbB
80339 München
www.kfk-architekten.de
Marco Keil

„Wunsch der Bauherren war eine industriell angehauchte Optik – als Gestaltungsmittel und um die Kosten zu reduzieren. Hinzu kamen sehr unterschiedliche konstruktive und bauphysikalische Anforderungen der Wohn- und Geschäftsbereiche. Diese Anforderungen durch unterschiedliche Dämmstoffqualitäten erfüllen zu können, ohne die Wandstärken zu ändern, war eine der wesentlichen Baustoffüberlegungen. Zudem wurde großer Wert auf ein durchgehendes Fugenbild gelegt, das neben fertigungsbedingten Fugen auch durch Scheinfugen erreicht wurde. Die Industrie-Optik wurde auch im Innenbereich durch unbehandelte Ortbetonwände, Industrieparkett und Stahltreppe fortgesetzt.“

(Marco Keil)

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang

 

Industriebau mit Charakter

Oberflächengestaltung durch Matrizen

Familie Lechner erzeugt Sauerkraut bereits in der dritten Generation. Ihre Verbundenheit mit dem Produkt bringt sie jetzt sogar an den Wänden ihrer neuen Produktionshalle zum Ausdruck: Die Struktur der Sichtbeton-Fassade ist dem Querschnitt eines Kohlkopfs nachempfunden.

Mit Matrizen lassen sich Beton-Fassaden besonders detailliert gestalten. Von der gewünschten Struktur wird ein Negativabdruck gefertigt, der sich beim Schalungsprozess in der Oberfläche abformt. Die besten Ergebnisse erzielt die liegende Fertigteil-Produktion: Mehrfache Verdichtung sichert eine hohe Oberflächengüte und selbst feinste Texturen formen sich präzise im Beton ab – vom stilisierten Kohlkopf bis zu Mustern, Fotogravuren und plastischen Bildern.

Durch den Einsatz von Matrizen lassen sich mit Beton auch andere Baustoffe nachbilden: Putz, Steinstrukturen, Mauerwerke mit vor- und zurückspringenden Elementen sowie Holztexturen sind nur einige Beispiele. Die Wirkung der Vorbilder wird eindrucksvoll eingefangen und kann mit Farbe weiter intensiviert werden. Auf diese Weise verbindet sich die Ästhetik dieser Materialien mit den Vorzügen der Thermowand und dem schnellen Bauablauf durch Fertigteile.

Green Code Thermowand: 1.700 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,26
Progress Doppelwand : 350 m²


Architekten Marx | Ladurner
39028 Schlanders (BZ) | Südtirol/Italien
www.marx-ladurner.com
Dr. arch. Elke Ladurner
Dr. arch. Stephan Marx

„Unser Entwurf schafft eine Beziehung zwischen dem Gebäude und dem Produkt, das darin verarbeitet wird: Wie bei der Krautproduktion der Krautkopf in Streifen geschnitten wird, so zerteilen Glasstreifen den Baukörper. Darüber hinaus inspirierte die Sauerkrautproduktion die Gestaltung der Sichtbeton-Fassade. Mit individuell gefertigten Strukturmatrizen wurde der Querschnitt eines Krautkopfes samt feinen Fasern auf den Außenwänden abgeformt. Dieses Motiv projiziert das Geschehen innerhalb der Produktionshalle nach außen und verbindet Funktion und Ästhetik.“

(Elke Ladurner)

〉  Fotos: Jürgen Eheim

Industrielle Ästhetik

Solide Gebäudehülle mit Ankerplatten

Die Hallen der MTU stehen ganz im Zeichen industrieller ­Ästhetik: robust und funktional. An der Fassade verlaufen Rohre und Kabeltrassen, die an Ankerplatten montiert sind. Diese Ankerplatten wurden eigens für die MTU-Fassade entwickelt. Sie sind im Ortbeton der Wände verankert und durch bewegliche Fugen von der Außenschale entkoppelt, um thermisch bedingte Schäden zu vermeiden. Diese Konstruktion macht die Anker äußerst belastbar.

Die Thermowände werden als Halbfertigteile geliefert und durch das Ausgießen mit Ortbeton zu einem monolithischen Bauteil verbunden. Diese geschlossene Gebäudehülle ist statisch hoch belastbar. So kann auf Stützen verzichtet werden und die Wände haben eine einheitliche Stärke ohne Rücksprünge.

Darüber hinaus hält die Thermowand zu beiden Seiten hohen mechanischen Belastungen stand. Eintretende Kräfte verteilen sich auf die gesamte Wand und werden abgefangen. Auf Dauer ist der Kontakt mit Staplern und Lastkraftwagen kaum zu vermeiden – gut zu wissen, dass dabei nichts eingedrückt wird.

Green Code Thermowand: 800 m² | 36,5 – 40 cm stark | U-Wert 0,22 – 0,39
Rudolph Doppelwand: 500 m²


Kienzle Vögele Blasberg GmbH
Architekten | Stadtplaner
88045 Friedrichshafen
www.architekten-kvb.de
Uwe Blasberg | Alfred Vögele

„Bei Industriebauten sind Bauwerksteile im Erdgeschoss hohen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt. Im Zuge der umfangreichen logistischen Bewegungen – besonders durch Staplerverkehr – sind Kontakte zwischen Fahrzeugen und Bauwerk unabwendbar. Für uns Grund, diese Bereiche grundsätzlich mit robusten, widerstandsfähigen Baustoffen herzustellen. Hier bieten sich Doppelwände in gedämmter oder ungedämmter Bauweise an. Darüber hinaus bieten sie gestalterische Möglichkeiten im Format und der Beton besticht durch seine ‚Echtheit‘.“

(Uwe Blasberg)

〉  Fotos: Wisckow Fotodesign, Lindau

Großflächige Akustik-Klimadecke

Geringe Aufbauhöhe – hohe Spannweite ohne Unterzüge

Um in den Büros der Ehinger Volksbank ein angenehmes und produktives Arbeitsklima zu erreichen, entschied man sich für die akustisch optimierte Klimadecke. Sie hält die Räume ganzjährig auf Wohnfühl-Temperatur und reduziert den Hall mit Reapor-Schallabsorbern.

Da die Decke ohne Unterzüge auskommen sollte, wurde sie mit zusätzlichen Querrippen stabilisiert. So erreicht sie unterstützungsfreie Spannweiten bis zu 7,5 Meter. Bei der Vorfertigung wurden Heiz- und Kühlregister, Dämmkörper, Lüftung, Elektrik und Schallabsorber in die Decke integriert. Trotzdem beträgt ihre  Gesamtstärke gerade einmal 35 cm. Eine Ortbeton-Konstruktion mit abgehängter  Decke hätte bei gleichem Funktionsumfang nahezu die doppelte Aufbauhöhe.

Eine Klimaanlage ist nicht nötig: Die Rohrregister heizen und kühlen je nach Bedarf. Sie sind in Zonen eingeteilt und jeder Raum ist separat regulierbar. Der oberflächennahe Einbau mit darüberliegender Dämmschicht sorgt dafür, dass die Wärme effizient nach unten in den Raum abgegeben wird. Der hohe Anteil an Strahlungswärme beheizt die Räume gleichmäßig und mit äußerst geringer Konvektion.

In die Deckenunterseite sind flächenbündig Reapor-Körper integriert, die einen genau berechneten Anteil des eintreffenden Schalls absorbieren. Das reduziert den Hall im Raum und schafft bessere Kommunikations- und Arbeitsbedingungen. Die Heiz- und Kühlleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Um eine einheitlich weiße  Deckenoberfläche zu ermöglichen, wurde eigens ein schalldurchläs­siger Akustikspachtel entwickelt, der die Funktion der ­Reapor-Körper nicht beeinträchtigt.

Green Code Thermowand: 430 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,31 – 0,46
Green Code Klimadecke mit Akustikelementen: 2.100 m²
Rudolph Doppelwand: 100 m²


Braunger Wörtz Architekten GmbH
89081 Ulm | www.bw-architekten.com
Marcus Wörtz | Berthold Braunger | Stefan Guter | Christian Schönleber
Steffen Moik | Florian Schorer | Wolfgang May | Natalie Otto | Julia Wirth
Dominik Eberhardt | Andrea Braunger | Petra Spegel | Karin Schmid | Simon Müller

„Das neue Gebäude akzentuiert den Stadteingang und setzt sich durch seine Abstaffelung maßstäblich und selbstbewusst in den Kontext zur Altstadt und  Bahntrasse. Das Außenraumkonzept verbindet die bestehenden Grünanlagen und führt sie bis ins innenliegende Atrium fort. Dieses Atrium und die großzügige  Verglasung vernetzen den Außen- mit dem Innenbereich und schaffen so helle Räume mit angenehmer Arbeitsatmosphäre. Wir haben uns für die Green Code Klima- und Akustikdecke entschieden, weil sie trotz integrierter Technik eine geringe Deckenstärke aufweist. Auf die intensive Planung mit Concrete Rudolph folgte eine kurze Ausführungsphase. Das Unternehmen war immer erreichbar und hat schnell auf Fragen und aufkommende Probleme reagiert.“

(Braunger Wörtz Architekten GmbH)

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang

〉  Öffentlicher Bau

Städtebauliche Integration

Schlichter, reduzierter Kubus in heterogenem Umfeld

Das Baugrundstück am südöstlichen Ortsrand von Stadtbergen ist umgeben von einer kleinkörnigen Ein- und Mehrfamilienhausbebauung im Norden, dem Gartenhallenbad im Osten und landwirtschaftlichen Flächen im Süden und Westen. Damit sich die Sporthalle harmonisch in dieses heterogene Umfeld einfügt, fiel die Entscheidung auf eine schlichte, reduzierte Gestaltung mit möglichst geringer Höhe.

Auf der Eingangsebene ist der Zuschauer- und Garderobenbereich ringförmig um das Spielfeld angelegt. Die Traufhöhe dieser Ebene beträgt gerade einmal 4,2 Meter. Das Spielfeld selbst ist um 3,25 Meter zur Zuschauerebene abgesenkt und das Dach darüber erhöht. So entsteht genug Raum für sämtliche Sportarten und das Gebäude bleibt dennoch flach.

Die Gebäudehülle besteht aus vorgefertigten Green Code ­Thermowänden – zweischaligen Betonwänden mit innenliegender Dämmung. Der Beton schützt das Dämm-Material von beiden Seiten vor Witterung und Feuer. Darüber hinaus sind die Dämmwerte ausgezeichnet: Die Anforderungen der EnEV 2009 an die energetische Qualität der Gebäudehülle werden um mehr als 1/3 unterschritten.

Überstehende Außenschalen der Thermowände bilden eine einschalige Attika aus und verbinden sich homogen mit den vorgehängten Sturzelementen über den Eingangsbereichen sowie den raumhohen Fassadenbändern.

Green Code Thermowand: 530 m²
45 cm stark | U-Wert 0,18
Rudolph Doppelwand: 1.100 m²
Attika-Vollfertigteile: 105 m²


F64 Architekten BDA
Kopp | Leube | Lindermayr | Meusburger | Walter
87437 Kempten
www.f64architekten.de
Rainer Lindermayr

„Die Sport- und Mehrzweckhalle ist als klarer, monolithischer Kubus konzi­piert und vollständig in Betonfertigteilen ausgeführt: Thermowände, Doppel­wände und vorgehängte Attikaelemente. Dabei bleiben äußere und innere Wandflächen weitgehend sichtbar. Der Sichtbeton bildet einen schönen Kontrast zu den hölzernen Türen und Verkleidungen sowie den anthrazitfarbenen Rahmen und Böden. Das präzise Fugenbild der ­Betonflächen entsteht durch die industrielle Vorfertigung.“

(Rainer Lindermayr)

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang

 

Extravagante Geometrie

Vorfertigung jenseits rechter Winkel

Großformatige Betonscheiben und schmale Brüstungselemente sind hier über stumpfe und spitze Winkel zu einem komplexen Baukörper verbunden. Das Gebäude ist verschwenkt, um Hof und Park zu verbinden, die sich darüber hinaus auf verschiedenen Ebenen befinden. Entsprechend vielfältig sind die Räume und Geschosse in Höhe und Aufteilung. Auffällig ist der weit über dem Eingangsbereich auskragende Saal, der durch seine eindrucksvolle Höhe und kerzenförmige Deckenbeleuchtung einen sakralen Charakter erhält.

Diese facettenreiche Architektur ist präzise mit Betonfertigteilen ausgeführt. Im Planungsbüro von Concrete Rudolph wird dafür jedes Element ­detailliert in CAD-Plänen ausgearbeitet, bis hin zu Leitungen und Anschlüssen. Der Schalroboter setzt diese Pläne millimetergenau um – ganz gleich ob es sich um rechtwinklige Wände oder komplexe Geometrien handelt. Aufwendige Schalungsarbeiten auf der Baustelle entfallen. Dort werden passgenaue Elemente mit sauber ausgebildeten Fugen und Kanten angeliefert.

Die liegende Produktion auf geschliffenen Schalungspaletten hinterlässt glatte Betonoberflächen, die für Sichtbeton-Optik nur noch mit einer Nachbehandlung und Lasur veredelt werden. Da Haustechnik und Anschlüsse bereits integriert oder vorbereitet sind, müssen nachträglich keine Öffnungen geschaffen werden – die Oberflächen bleiben unversehrt.

Green Code Thermowand: 270 m² | 45 cm stark | U-Wert 0,22
Rudolph Doppelwand: 400 m²

Rudolph Elementdecke: 450 m²


meister.architekten
89073 Ulm
www.meister-architekten.de
Dr. Daniel P. Meister (Foto)
Projektleiter: Stefan Jerg

„Der eng begrenzte Kostenrahmen, der Wunsch nach einer kurzen Bauzeit und die angestrebte Gestaltung des Baukörpers waren entscheidend für die Ausführung des Gemeindehauses: Die Wahl fiel auf kerngedämmte Stahlbeton-Fertigteile mit beidseitigen Sichtbeton-Oberflächen.
Die konstruktive Herausforderung lag in der ­Geometrie des Baukörpers und in seiner Verschwenkung von der Hof- auf die Parkebene. Das Gemeindehaus wird auch als Winterkirche genutzt. Dies setzt einen spirituellen Charakter der Architektur voraus. Überhöhte Saalräume mit deutlich wahrnehmbarer vertikaler Dimension erzeugen die gewünschte Atmosphäre.“

(Dr. Daniel P. Meister)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm | Porträtfoto: Dagmar Klaiber

 

Freie Fassadengestaltung

Materialvielfalt durch vorgehängte Verkleidungen

Im Bürgerbegegnungshaus trifft Sichtbeton im Erdgeschoss auf ein mit Weißtanne verkleidetes Obergeschoss. Das Spiel mit ­Materialien schafft interessante Kontraste und bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, um den Charakter des Baukörpers zu interpretieren. Möglich sind neben Holz und Sichtbeton auch Fassadenelemente aus Metall, Schichtpressstoff, Glas, Textil oder die Begrünung über Seile und Gitter – der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Thermowand erfüllt bereits alle Anforderungen an eine ­dauerhafte ­Fassade. Rein optische Variationen mit unterschiedlichen Materialien lassen sich daher leicht durch vorgehängte Verkleidungen realisieren. Da diese Verkleidungen keine weitere  Funktion erfüllen müssen, bieten sich ungewohnte Freiheiten zur kreativen  Gestaltung.

Befestigungs­anker, Profile oder Hülsen können bereits bei der Fertigung präzise in die Außenschale eingearbeitet werden. So lassen sich dekorative Elemente vorfertigen und mit wenigen Handgriffen befestigen. Möglich sind auch schwere Fassadenelemente, welche die statische Belastungsgrenze der Außenhülle übersteigen. In diesen Fällen werden die ­Halterungen im Ortbeton vergossen.

Green Code Thermowand: 180 m² | 45 cm stark | U-Wert 0,27
Rudolph Doppelwand: 480 m²
Rudolph Elementdecke: 600 m²


Aumüller Meßmer Architekten
88142 Wasserburg/B.
www.aumueller-messmer.de
Beate Meßmer 
Britta Aumüller

„Die Anordnung der Baukörper gewährt Aus- und Durchblicke auf den Bodensee und die angrenzende Parklandschaft. Ein ausladendes Dach verbindet die Gebäudekuben zu einem Ensemble. Aufgrund der sehr knappen Bauzeit von nur 8 Monaten erfolgte die Ausführung mit vorgefertigten Wand- und Deckenelementen. Um einen Bezug zur bestehenden, in Ortbeton ausgeführten Sporthalle herzustellen, wurde das Erdgeschoss in Sichtbeton-Optik ausgeführt – übertragen in die heutige Zeit als großformatige Tafeln. Im Obergeschoss wurden die Betonfertigteile mit einer Holzschalung aus Weißtanne verkleidet. Auch im Innenraum bildet Weißtanne einen schönen Kontrast zum Sichtbeton der Wände.“

(Beate Meßmer)

〉  Fotos: Wisckow Fotodesign, Lindau